Preisträger 2015

  • Bestes Marken-Momentum
    BILD – Pionier für Paid Content
    Mit seiner konsequenten Digital-Strategie hat der Verlag Axel Springer aus BILD eine multimediale Medienmarke auf allen Kanälen gemacht – und mit dem Bezahl-Abo BILDplus mutig einen lukrativen Weg beschritten. Die überzeugende Bezahlstruktur für redaktionelle Inhalte auch im Internet hat Signalwirkung für die gesamte Branche, so die Jury des Marken-Award. Seit Juni 2013 ist unter der Marke BILDplus ein übergreifendes Abo in verschiedenen Varianten für alle digitalen Plattformen und Endgeräte verfügbar. Die aufwändig multimedial aufbereiteten Inhalte sind allein den BILDplus-Abonnenten vorbehalten. Die Abozahlen zeigen, dass die Strategie aufgeht: Bereits sechs Monate nach Start hatte BILDplus über 152.000 Abonnenten, Anfang 2015 bereits über 256.000. Mit ihrer digitalen Marke haben die BILD-Strategen noch viel vor: Sie wollen BILD als führende Bewegtbild-Marke auf allen Bildschirmen positionieren – und damit etablierten TV-Anbietern Konkurrenz machen. Ein Umstand, der Gründer Axel Springer wohl sehr gefallen hätte.
  • Bester Marken-Relaunch
    Vorwerk – Vom Staub befreit
    Frischer Wind bei Vorwerk: Mit modernisierten Produkten, einem stimmigen Erscheinungsbild und als Multi-Channel-Anbieter erreicht das Unternehmen räumlich und emotional neue Kunden – nicht nur mit Staubsaugern. Deutliche Umsatzrückgänge in diesem Segment zwangen Vorwerk 2010 zum Handeln. Eine neue Markenarchitektur machte den Anfang: Unter der Dachmarke Vorwerk stehen heute die jeweiligen Produktmarken für die Kompetenzfelder Reinigung (Kobold), Kochen (Thermomix) und Bodenbeläge (Flooring). Die Produkte sollten sich durch überlegene Qualität und ein zeitgemäßes Design auszeichnen. Der Direktvertrieb wurde um E-Commerce und Social-Media-Aktivitäten ergänzt. Hinzu kamen eigene Marken-Shops in Deutschland, deren Zahl auf rund 80 steigen soll. Die Maßnahmen zeigten Wirkung und bescherten Vorwerk vier Umsatz-Rekordjahre in Folge. Fazit der Marken-Award-Jury: ein sauber gemachter Relaunch.
  • Beste Marken-Dehnung
    Porsche – Tiger auf der Überholspur
    Mit dem Macan (indonesisch für „Tiger“) hat Porsche neue Käuferpotenziale für sich erschlossen, obwohl sich Wettbewerber bereits in dem Segment der mittelgroßen „Sport Utility Vehicle“ (SUV) positioniert hatten. Die Stuttgarter sahen dennoch gute Chancen für den Macan, der als „sportlichster“ Vertreter in seinem Segment überzeugen sollte. In der mehrstufigen Kampagne zur Markteinführung setzte Porsche nicht auf Eskapismus, sondern ließ den Macan durch eine Welt fahren, die den Kunden vertraut ist: Mitten durch die Stadt. Man wollte urbane Porsche-Interessenten erreichen, die einen sportlichen Lebensstil führen. Die Strategie ging auf: Weltweit entschieden sich drei Viertel der Macan-Kunden erstmals für ein Fahrzeug der Marke Porsche. Allein im Einführungsjahr 2014 wurden 45.000 Fahrzeuge verkauft. So hat der „Tiger“ schon nach kurzer Zeit seinen festen Porsche-Platz neben dem Cayenne gefunden.
  • Sonderpreis
    Ergobag – Taschen für alle
    Ergonomisch, individuell, nachhaltig und sichtbar: Mit diesen vier Eigenschaften brachte das Startup F. O. Bags den Rucksack Ergobag auf den Rücken von Grundschulkindern. Warum nicht den Komfort eines Rucksacks aus dem Trekking- auf den Schulbereich übertragen? Ausgehend von dieser Frage erobern vier junge Gründer aus Köln seit 2010 mit Ergobag den Schultaschen-Markt und setzten 2014 beachtliche 20,8 Mio Euro um. Ihre Vision: Mit Ergobag zum Synonym für Schultaschen weltweit zu werden. Um das zu erreichen, setzt F.O Bags (F. O. steht für „fond of“) strategisch auf Onlinemarketing und bezieht die Anregungen seiner Fans in die Produktentwicklung mit ein. Inzwischen wurde der Firmenname als Dachmarke etabliert. Unter „Fond of Bags“ wollen die Kölner in den kommenden Jahren ein Taschenvollsortiment mit zielgruppenspezifischen Marken aufbauen. Taschen für alle – von Baby bis Business.