Marken-Award 2022: IU Internationale Hochschule und ohhh! Foundation erhalten die begehrten Preise
Der Marken-Award ist auf die Live-Bühne zurückgekehrt. Auf der Abendveranstaltung in Düsseldorf wurden am Dienstag die Gewinner:innen des renommierten Branchenpreises ausgezeichnet. Das hybride Event bot außerdem spannende Diskussionen und Raum zum persönlichen Austausch.

120 geladene Gäste waren live mitten im Herzen der Handelsblatt Media Group in Düsseldorf dabei. In der sogenannten „Townhall" wurden exzellente Marketing-Leistungen direkt am Puls der Wirtschaft prämiert. Hochkarätiges Netzwerken war durch einen exklusiven Rahmen garantiert. Erst recht, als es im Anschluss an die Award-Verleihungen hoch hinaus auf die Dachterrasse ging.

Für alle, die physisch nicht dabei sein konnten, brachte ein Live-Stream die inspirierenden Inhalte vom Bühnenprogramm direkt in die Büros oder Homeoffices. Durch den Abend führte Chérine De Bruijn, Moderatorin und Gründerin von CORPORATE KITCHEN®.

Das Feld der Kandidat:innen für den begehrten Branchenpreis war abermals stark besetzt. „Gefreut hat uns die Qualität der Cases. Die war dieses Jahr noch mal herausragender.", sagt Jan Leiskau, Jury-Mitglied und Geschäftsführer der solutions by HANDELSBLATT MEDIA GROUP. „Es ist immer schön über starke Cases zu diskutieren und zu sehen, wie toll Markenführung und gesellschaftliches Engagement in Unternehmen betrieben wird und was für schlaue Köpfe dahinterstehen."

Mit der diesjährigen Neuausrichtung des Marken-Awards wurden die Kategorien reduziert. Dazu Christa Catharina Müller, Chefredakteurin der absatzwirtschaft: „Wir haben die Anzahl der Kategorien reduziert, um so jeden einzelnen Preisträger noch mal mehr auf die Bühne zu heben."

Die Gewinner:innen wurden in den Bereichen Markenführung und Gesellschaftliches Engagement gekürt.

Markenführung: IU Internationale Hochschule
85.000 Studierende, rund 480 Professor:innen, mehr als 1.000 Dozent:innen und über 10.000 Praxispartner:innen zählt die IU. „Seit März 2021 ist die IU Internationale Hochschule mit einem Marktanteil von 68 Prozent die größte deutsche Hochschule Deutschlands", so Nina Versfeld, Head of Brand IU Internationale Hochschule. Die Zahlen stammen von einer Erhebung des Statistischen Bundesamts zwischen 2019 und 2020 und beziehen sich auf den Marktanteil der IU im Vergleich zu anderen Hochschulen.

Der Erfolg sei das Resultat einer im Jahr 2019 gestarteten neuen Brand-Strategie, die bitter nötig gewesen sei: „Zu diesem Zeitpunkt spielte Markenführung bei uns noch keine Rolle, unsere Bekanntheit innerhalb der Hochschullandschaft rangierte trotz 490 prozentigem Wachstum in 4 Jahren nur bei 0,15 Prozent", sagt Versfeld. Seit dem Rebranding wurde verstärkt auf die Markenführung fokussiert, was einen kontinuierlichen Prozess darstelle, um "das kundenzentrierte und personalisierbare Angebot mit einem starken Wiederkennungswert und positiven Markenimage nachhaltig zu verbinden", so Versfeld.

Die Begründung der Jury lautet: Der Case rückt das Thema Performance-Marketing auf smarte Art in den Mittelpunkt. Die ganzheitliche Markenausrichtung, das konsequente Testen und die klar nachvollziehbaren Erfolgsparameter sind vor allem vor der Dezentralität der einzelnen Standorte als smarte und beeindruckende Markenführung zu bewerten.

Gesellschaftliches Engagement: ohhh! Foundation
Hervorgegangen ist das Unternehmen 2009 aus der Organisation „Jugend gegen AIDS". Zu deren zehnjährigem Jubiläum entstand ein neues Corporate Dach – eben die ohhh! Foundation mit heute zehn ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die ohhh! Foundation finanziert sich durch Spenden und Sponsorings ihrer Partner und durch Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit.

Im Fokus der Arbeit für Schülerinnen und Schüler mit mehr als 850 Partnerschulen in Deutschland, Südafrika und Namibia: das Aufklärungsprojekt FAQ YOU. Das Projekt heißt so, weil es den Anspruch hat, wirklich jede Frage zu beantworten, die einem in Sachen Sex in den Sinn kommt. Diese Investition ist wichtig, bekräftigt Marlon Jost, Brand & Communications Director bei ohhh!, „denn bei sexueller Gesundheit geht es nicht mehr alleine um die Krankheit AIDS", so der 26-Jährige. „Mehr denn je geht es in der heutigen diversen Welt doch darum, Jugendliche in ihrer Geschlechteridentität wirklich abzuholen. Ihre Gefühle, Gedanken, sexuellen Sehnsüchte zu kennen, zu verstehen und zu spiegeln." Und dabei nichts zu tabuisieren oder zu moralisieren, Randgruppen nicht zu verherrlichen, zu verhätscheln. Sondern alle und alles normal zu behandeln. Wertschätzend, witzig, niemals verachtend.

Die Jury meint: Die NGO setzt sich kanalübergreifend für einen Safe Space für sexuelle Aufklärung und Gesundheit ein. Die kluge Auswahl von Kooperationspartner*innen und authentischer Content von Peers tragen auf beeindruckende Weise dazu bei, das sensible Thema auch über die eigentliche Zielgruppe hinaus wirksam und glaubwürdig zu platzieren.

Der Preis in der Kategorie Markenpersönlichkeit konnte in diesem Jahr nicht vergeben werden. Die Jury hat in einem mehrstufigen Prozess und nach intensiver Diskussion Robert Habeck als Preisträger gewählt.

Die Begründung der Jury:
Robert Habeck besetzt als Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz einen der aktuell wichtigsten Posten in der Bundesregierung. Was beim Vizekanzler besonders auffällt: Er kommuniziert anders als alle anderen Politiker*innen in Regierungsverantwortung vor ihm. Zwar hat er seit Januar 2019 keinen persönlichen Twitter-Account mehr und setzt seitdem eher auf bildstarke Storys via Instagram. Doch insbesondere seine Videos, die inzwischen auf Twitter über den offiziellen Account des Ministeriums laufen, sind an dieser Stelle hervorzuheben: Er erklärt die Politik, die er macht, demonstriert damit Bürgernähe und hat den Grünen so geholfen, ihr Profil als realpolitische Kraft zu schärfen. Er hat verstanden: Politische Kommunikation ist immer auch Markenkommunikation.

In den letzten Monaten, auch noch nach der Jury-Entscheidung, hat sich die politische Situation nochmals deutlich verschärft. Das Wirtschaftsministerium hat sich entschieden, dass Robert Habeck den Preis nicht annehmen wird. „Wir müssen das verstehen. Es ist jetzt nicht die beste Zeit für einen Politiker, wenn man in einem schwierigen politischen Umfeld als Markenpersönlichkeit ausgezeichnet wird", so Jan Leiskau.

Hochkarätige Gäste diskutieren aktuelle Themen
Begleitend zu den Preisverleihungen begrüßte Moderatorin Chérine De Bruijn namhafte Expert:innen aus der Wissenschafts-, Wirtschafts- und Marketingwelt. Prof. Dr. Dr. h.c. Marko Sarstedt vom Institute for Marketing an der Ludwig-Maximilians-Universität in München nahm die Teilnehmenden mit per Anhalter durch die Galaxis der multisensorischen Markenführung.

Annette Schuh (Radio Media West), Theresa Ebel (september Strategie & Forschung) und Norman Wagner (Telekom) diskutierten, warum sich gesellschaftliches Engagement für Marken lohnt und wie Audio wirkt. Alexander Mühl (BVB), Yassin Hamdaoui (Douglas), Laura Eschricht (Zalando) und Sandra Körs (Meta) gingen den Top-Trends für die Zukunft des Marketings auf die Spur. Und Julian Röhl (PwC), Rebecca Göckel (NOMOO) und Maria Lohe (Havas) sprachen über Marketing im Metaverse, warum eine gewisse Haltung, Ethik und Moral für Marken wichtig ist und wie man die Vision der Kunden auch in das eigene Unternehmen trägt und Mitarbeiter frühestmöglich in die Prozesse einbezieht.

MARKEN-AWARD

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